Invest 

Zuschuss

Invest Zuschuss Deutschland, Invest Subsidy

Invest Zuschuss für deutsche Startups

Wie erhalten Investoren den INVEST-Zuschuss?

Eine Besonderheit der Kapitalbeteiligungen an deutschen Startups ist, dass sie für den INVEST-Zuschuss in Frage kommen können. Der INVEST-Zuschuss ist ein staatliches Förderprogramm für Risikokapitalinvestments und wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergeben. Mit dem INVEST-Zuschuss sollen junge und innovative Unternehmen bei der Suche nach einem Investor unterstützt werden. Private Investoren, insbesondere Business Angels, werden durch diesen Zuschuss ermutigt, Risikokapital für diese Unternehmen bereitzustellen. Der INVEST-Zuschuss ist jedoch an strenge Bedingungen geknüpft.

Was sind die Vorteile des Kaufzuschusses für Investoren?

Im Rahmen des Förderprogramms INVEST erhält ein Investor einen Kaufzuschuss in Höhe von 20 Prozent seiner Investitionssumme. Für den Investor reduziert sich dadurch das Risiko seiner Kapitalbeteiligung. Nach der Online-Antragstellung und einem positiven Bescheid erhält der Investor seine Rückerstattung.


Investiert ein Investor beispielsweise 100.000 Euro in eine INVEST-Förderung förderungsfähige Existenzgründung und wird sein Förderantrag bewilligt, zahlt das BAFA 20.000 Euro als Zuschuss auf sein Konto zurück. Der maximale förderfähige Investitionsbetrag beträgt 500.000 EUR pro Investor und Jahr. Der maximale jährliche Zuschuss pro Investor beträgt somit 100.000 EUR.

Was sind die Bedingungen für den Zuschuss?

Der INVEST-Zuschuss kann nur im Falle von Kapitalbeteiligungen beantragt werden. Bei Investitionen mittels Wandeldarlehen kann er nicht beantragt werden.


Eine weitere Bedingung ist, dass die durch das Investment erworbenen Anteile vollständig beim Investor verbleiben. Der Investor muss diese Anteile mindestens drei Jahre lang halten. Veräußert er sie vor Ablauf der Mindesthaltedauer, läuft er Gefahr, die Kaufsubvention zurückzahlen zu müssen. Wenn das Startup vor dem Ende der Mindesthaltedauer scheitert, muss der Investor den Zuschuss nicht zurückzahlen.


Damit ein Investor Anspruch auf den INVEST-Zuschuss hat, muss er eine natürliche Person mit Wohnsitz innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sein. Alternativ kann ein Investor die Anteile über eine GmbH oder UG erwerben. Diese Investitionsgründung darf jedoch nicht aus mehr als sechs natürlichen Personen bestehen, um Anspruch auf den Zuschuss zu haben.


Die Mindestinvestitionssumme muss 10.000 EUR betragen und der Erwerb der Anteile darf nicht kreditfinanziert sein. Wenn ein Investor bereits Anteile an einer Neugründung hält, sind weitere Investitionen in der Regel nicht mehr förderfähig. Eine Ausnahme besteht, wenn die bereits gehaltenen Anteile zum Zeitpunkt des Kaufs bereits mit INVEST-Zuschüssen gefördert wurden. In diesem Fall handelt es sich um eine Folgeinvestition, die mit den INVEST-Richtlinien vereinbar ist.

Zusätzliche Exit Subvention beim Verkauf der Aktien

Das INVEST-Förderprogramm umfasst neben dem Kaufzuschuss auch einen Exitzuschuss. Wenn ein Investor seine Aktien im Rahmen eines Unternehmensverkaufs (Exit) verkauft, erhält er einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent des Gewinns in Form einer Steuerrückerstattung. Die Bemessungsgrundlage für die Höhe des Veräußerungsgewinns ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Ausgabe-/Kaufpreis der Anteile.


Der Gewinn aus dem Verkauf der Anteile muss mindestens 2.000 EUR betragen. Der maximale Exitzuschuss kann 80 Prozent der Investitionssumme betragen.


Wenn ein Investor beispielsweise Anteile im Wert von 100.000 EUR erworben hat und diese nach mehr als drei Jahren für 500.000 EUR verkauft, erhält er einen Exitzuschuss von 80.000 EUR, wenn sein Antrag genehmigt wird.


Damit ein Investor einen Exitzuschuss beantragen kann, muss er eine natürliche Person mit Wohnsitz innerhalb des EWR sein. Darüber hinaus müssen die verkauften Anteile zum Zeitpunkt des Kaufs bereits den INVEST-Zuschuss erhalten haben.

Wie funktioniert das Antragsverfahren?

Zunächst muss das Startup einen Antrag auf INVEST-Berechtigung beim BAFA stellen. Ein Online-Antrag ist ausreichend. Die Anträge werden vor Beginn einer Finanzierungsrunde eingereicht. Das Antragsverfahren ist bewusst sehr schlank gehalten, damit die Investoren ihre Unterstützung schnell und unbürokratisch erhalten und der Investmentprozess so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.


Der Investor beantragt dann die Bewilligung des Kaufzuschusses. Der Antrag kann online auf der Internetseite des BAFA gestellt werden und dauert ca. 5 Minuten. Maßgeblich ist das Datum des Online-Antrags, auch wenn die Investition erst später getätigt wird. Nach der Einreichung des Online-Antrags kann der Investitionsvertrag zwischen dem Investor und dem Startup geschlossen werden. Der Online-Antrag muss dann ausgedruckt, unterschrieben und an das BAFA geschickt werden. Die vollständige Bearbeitung kann bis zu 6 Monate dauern. Werden beide Anträge (des Startups und des Investors) bewilligt, erhält der Investor den Zuschuss direkt per Überweisung auf sein Konto.


Alle Details zum INVEST-Zuschuss finden Sie auf der Internetseite des BAFA. Dort finden Sie im unteren Teil unter dem Menüpunkt "Informationen" auch ein "Merkblatt für Investoren", auf dem alle Einzelheiten des Antragsverfahrens übersichtlich aufgelistet sind.

INVEST-Zuschuss bei Wandeldarlehen / Convertibles

Der Erwerb von Anleihen über ein Wandeldarlehen kommt für einen INVEST-Zuschuss in Betracht.


In diesem Fall kann die Gewährung des Convertible und die Zahlung des konvertierbaren Betrags an das Startup erst erfolgen, nachdem der Investor seinen Antrag eingereicht hat. Das Unternehmen muss durch das Wandeldarlehen über zusätzliche finanzielle Mittel verfügen, d.h. das Geld muss dem Startup nach Antragstellung durch den Investor von außen zur Verfügung gestellt werden.


Wird das Wandeldarlehen vor der Bewilligung des Zuschusses gewährt, trägt der Investor das Risiko einer möglichen Nicht-Genehmigung. Die anschließende Umwandlung des Wandeldarlehen in Anteile des Startups muss in der Darlehensvereinbarung vorgesehen werden. Die Umwandlung der Anteile (Nominale plus Agio) muss innerhalb von 15 Monaten nach Ausstellung des Bewilligungsbescheids erfolgen und innerhalb dieser Frist dem BAFA nachgewiesen werden. Die Auszahlung des Zuschusses (auf den umgewandelten Betrag) erfolgt erst nach der Umwandlung. Anspruchsberechtigt sind nur die Anteile, die mit dem bewilligten Umwandlungsbetrag erworben werden. Anteile, die mit einem (zwischenzeitlich aufgelaufenen) Zinsanspruch erworben werden, können nicht bezuschusst werden. Die Mindesthaltefrist für die Anteile beginnt mit der Umwandlung.


Eine Kombination von Wandeldarlehen mit Meilenstein-Vereinbarungen ist nicht zulässig. Es kann nur ein Kapitalabruf erfolgen, auch wenn die Umwandlung der Wandelanleihe über mehrere Kapitalerhöhungsrunden erfolgt.

Wie geht primeCROWD mit INVEST-Subventionen um

Da die INVEST-Subvention nicht mit dem Pooling von Investoren über eine SPV (Treuhänderin) vereinbar ist, geht primeCROWD hier von Fall zu Fall vor. Im Allgemeinen wird primeCROWD, wenn Großinvestoren (z.B. über EUR 100.000) von der INVEST-Förderung profitieren wollen, in gutem Glauben mit diesem Großinvestor und dem Startup besprechen, ob dieser Investor nicht gepoolt, sondern als Einzelinvestor behandelt und daher auch auf dem Cap Table des Startups sichtbar sein wird. Der Kompromiss besteht hier darin, die Anzahl der Einzelinvestoren auf dem Cap Table zu begrenzen, um Folgefinanzierungsrunden zu erleichtern, und der INVEST-Zuschuss kommt diesen Großinvestoren zugute.


Kleinere Investoren werden über die primeCROWD Trustee gepooled und kommen daher für den INVEST-Zuschuss nicht in Frage.